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Europameisterschaften Kunstturnen Frauen, 13.-16. August 2026 in Zagreb (CRO)

Nicht perfekt, aber trotzdem top

Die Schweizer Kunstturnerinnen mit Martina Eisenegger belegen an der Europameisterschaft in Zagreb den zehnten Rang und sichern erstmals seit 2019 wieder das Ticket für die Weltmeisterschaften als Team.

Martina Eisenegger
Martina Eisenegger

Martina Eisenegger (Turnsport TV Rüti) lieferte mit ihren Übungen am Stufenbarren und Schwebebalken einen wichtigen Beitrag zu diesem tollen Resultat. Als Startturnerin am Stufenbarren und Balken bekam Martina Eisenegger eine wichtige Rolle. «Es war von Beginn klar, dass ich als erste ans Gerät darf, um mit einer soliden Übung eine gute Basis für das Team zu legen», erklärt die 21-Jährige ihre Aufgabe. Leider glückten ihr die Übungen nicht ganz nach Wunsch, am Stufenbarren wurde aufgrund eines Fehlers der Übungsfluss unterbrochen und am Schwebebalken schlichen sich Wackler ein. Eisenegger kämpfte jedoch um jeden Zehntel, so dass kein Sturz in die Wertung kam. Direkt nach dem Wettkampf äussert sich Martina Eisenegger selbstkritisch: «Ich bin nur zum Teil zufrieden, da ich meine beiden Übungen nicht fehlerfrei geturnt habe. Aber ich bin zufrieden, dass ich meinen Teil zum guten Teamresultat beigetragen habe.» Beide Noten von Eisenegger zählten am Ende fürs Team.

Da die Schweizerinnen Lena Bickel, Anny Wu, Martina Eisenegger, Daria Hartmann und Anastassia Pascu in der dritten von fünf Abteilungen turnten mussten sie lange Warten um zu Wissen zu welchem Platz ihre Leistungen reichen wird. «Vor der letzten Abteilung wussten wir, es sollte reichen, doch zu früh freuen wollten wir uns nicht», erzählt Eisenegger als klar war, dass die Schweiz sich auf Rang 10 klassierte, war die Freude riesig: «Mega cool, wir haben es trotz eines nicht perfekten Wettkampfes unter die Top Ten Nationen geschafft - noch vor der Kunstturnnation Rumänien.» Für die WM-Qualifikation war ein Platz unter den besten 13 Nationen erforderlich.

Für die Zukunft trainiert Eisenegger weiterhin alle vier Geräte des Mehrkampfes. Für eine Weltmeisterschaft wurde sie bislang noch nie selektioniert. Das soll sich in diesem Jahr ändern. Die Grundlage ist gelegt, denn diese EM zählt bereits als erste Qualifikation für die WM im Oktober. Ihr grosser Traum ist und bleibt die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles. Dafür trainiert sie hart und vor allem bleibt sie dran, auch nach Rückschlägen.

Nala Pête

Nala Pête

 

Finja Frehner

Finja Frehner

 

Francesca Savo

Francesca Savo


Rang 10 für die Schweizer Juniorinnen
Die Schweizer Juniorinnen mit u.a. Nala Pête (Turnsport TV Rüti), Finja Frehner (Satus Uster) und Francesca Savo (TV Urdorf) wurde in Zagreb mit dem Team Zehnte. Im Mehrkampf klassiert sich Nala Pête als beste Schweizerin auf Rang 34, und Francesca Savo wurde in der Quali im als zweite Reserve für den Sprungfinal geführt. Den Schweizer Juniorinnen gelang kein sturzfreier Wettkampf, dafür sammelten sie wichtige Erfahrungen, die sie weiterbringen werden. «Dran bleiben und euer Ziel verfolgen. Vertraut euren Fähigkeiten. Mit Freude kommt ihr Schritt für Schritt weiter», so der Rat von Martina Eisenegger an die drei, die auf der Tribüne den Wettkampf der Juniorinnen verfolgte.

Mira Boumejmajen
Mira Boumejmajen

«Eine erste europäische Erfahrung für unsere drei jungen Zürcherinnen. Sicherlich nicht die beste Performance, aber sie haben es trotzdem geschafft, sich unter den Top 10 Europas zu platzieren. Fehler gehören zum Prozess dazu, und während dieser Wettkampfwoche konnten sie sehr viel lernen», erklärt Mira Boumejmajen, Trainerin im Stützpunkt Zürich und ergänzt: «Ich bin überzeugt, dass sie sich weiter verbessern werden. Sie haben bereits darum gebeten, wieder in die Halle zu gehen, was ihre Motivation und ihren Willen zeigt, beim nächsten Ziel noch stärker zu werden.»

Text: Renate Ried
Bilder: Niklas Haertig / 24passion

Resultate

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